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19.05.2009 Luftverkehr mit st?rkstem Einbruch seit 15 Jahren

Die Wirtschaftskrise hat den Luftverkehr in Deutschland stärker nach unten gedrückt als die Anschläge vom 11. September 2001. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, wurden im ersten Quartal 2009 rund 18,7 Millionen abfliegende Passagiere auf den deutschen Flughäfen gezählt. Das waren 9,3 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

In Folge der Anschläge in den USA war im ersten Quartal 2002 ein Minus von 8,9 Prozent gemessen worden. Mit Ausnahme dieser beiden Quartale 2001 und 2009 gab es sonst seit mindestens Mitte der 90er Jahre ständig positive Wachstumsraten bei den Quartalszahlen, erläuterte das Amt.

Besonders groß waren in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres die Rückgänge bei Flügen in den USA. Hier wurde ein Minus von 17,9 Prozent auf 0,9 Millionen Passagiere gezählt. Für Südafrika verzeichnet die Statistik sogar einen Rückgang um 24,6 Prozent. Zuwächse wurden lediglich für die Vereinigten Arabischen Emirate mit Plus 2,3 Prozent auf 243 000 Passagiere ausgewiesen. Dort wird derzeit ein großes, globales Flughafen-Drehkreuz aufgebaut.

Die Zahl der innerdeutschen Fluggäste sank um 5,5 Prozent auf 5,6 Millionen. Die Luftfracht, die als Frühindikator der Konjunktur gilt, verzeichnete ein Minus von 14,7 Prozent auf 360 000 eingeladene Tonnen.