Boeing hat mit dem Zusammenbau des Rumpfvorderteils einen weiteren wichtigen Meilenstein im 747-8-Frachterprogramm erreicht. In der Sektion mit dem typischen Oberdeck wird nun mit der Systeminstallation begonnen.
Die 27,2 Meter lange Rumpfsektion der Boeing 747-8 mit dem charakteristischen Oberdeck wurde zum Abdichten und für Tests von der Installationsanlage der Endmontage wegbewegt, anschließend wird mit der Systeminstallation begonnen.
Der Rumpf der 747-8 wurde im Vergleich zur 747-400, um 5,6 Meter verlängert. Ein Großteil der Verlängerung (4,1 Meter) wurde im Rumpfvorderteil vorgenommen, die restlichen 1,5 Meter hinter der Tragfläche. Der verlängerte Rumpf des 747-8-Frachters bietet 16 Prozent mehr Frachtvolumen als der 747-400-Frachter und hat Platz für vier zusätzliche Paletten auf dem Hauptdeck sowie drei weitere Paletten im unteren Frachtraum.
Erstkunde Cargolux erwartet die Auslieferung mit zweijähriger Verspätung nun Ende 2010. Boeing musste erst alle Kräfte auf das neue Passagierflugzeug 787 konzentrieren. Dann sorgte die weltweite Rezession für einbrechende Nachfrage im Luftfrachtgeschäft, so dass das 747-8-Projekt abermals verzögert wurde. Für die Passagierversion 747-8 Intercontinental gibt es bislang nur 20 Bestellungen von Lufthansa sowie einigen Privatpersonen und Regierungen. Die deutsche Airline soll die erste 747-8I nach der Verzögerung des Frachterprogramms nun im vierten Quartal 2011 erhalten.
Die Produktion des Vorgängers 747-400 läuft in diesem Jahr aus. Letzter Kunde zweier Fracht-747-400ERF war die kuwaitische LoadAirCargo, die aber beide Maschinen letztlich nicht abnahm. Sie warten nun in Everett auf einen neuen Käufer.






