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07.05.2009 Airbus f?hrt Fertigung im A380-Programm zur?ck

Der Flugzeugbauer Airbus ändert seine Fertigungsplanung im A380-Programm für die Jahre 2009 und 2010. Der neue Plan sieht die Auslieferung von 14 A380 im laufenden Jahr und von mehr als 20 A380 im Laufe des Jahres 2010 vor. Das Unternehmen begründete den Schritt mit dem aktuellen weltwirtschaftlichen Umfeld und Kundenanfragen nach späteren Auslieferungen.

Airbus hatte erst Anfang des Jahres sein Fertigungsziel im A380-Programm von 21 Einheiten in 2009 auf 18 Flugzeuge gesenkt. Für das Jahr 2010, in dem die Fertigung ursprünglich auf monatlich vier A380 hochgefahren werden sollte, gab Airbus zuletzt keine verbindliche Prognose mehr ab.
Mit Qantas, China Southern Airlines und Air France stellten in den vergangenen Monaten wichtige A380-Kunden die Auslieferung bestellter Flugzeuge zurück. "Wir beobachten die Entwicklung des Marktes natürlich sehr aufmerksam", kommentierte Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath im April gegenüber aero.de.

Nach Auslieferung eines A380 im April an Emirates erwarten Analysten 2009 noch vier weitere Übergaben an die Airline aus Dubai sowie jeweils vier Auslieferungen an Qantas und Singapore Airlines. Air France kündigte an, ihren ersten A380 gegen Ende des Jahres einzuflotten.

Die zukünftigen Fertigungs- und Auslieferungsraten hängen von der Nachfrage der Airlines und von der Verfügbarkeit von Finanzierungslösungen für die Kunden ab, teilte Airbus mit. Das Unternehmen wird Maßnahmen zur Abfederung der negativen Auswirkungen des neuen A380-Auslieferungsplans auf den freien Cashflow ergreifen. Signifikante Auswirkungen auf das EBIT werden nicht erwartet.

Gesamtplanung für 2009 weiter bei 483 Flugzeugen

Airbus bestätigte seine im Februar angekündigte Absicht, die Fertigungsrate bei der A320-Familie ab Oktober 2009 von 36 auf 34 Flugzeuge monatlich zu reduzieren. Die Produktion der A330/A340-Familie läuft derzeit mit einer Rate von 8,5 Flugzeugen im Monat. Die Aufstockung auf 9,2 im September und zehn im Januar 2010 war schon vorher aufgegeben worden. Die Entwicklung der A350 XWB schreitet gleichzeitig mit vollem Tempo voran.

Airbus hält zudem an seinem Ziel fest, 2009 etwa genauso viele Flugzeuge auszuliefern wie im Vorjahr, in dem die Rekordzahl von 483 Flugzeugen erreicht worden ist. Kürzlich hatte Verkaufschef John Leahy erklärt, 2010 werde Airbus etwa so viel Flugzeuge ausliefern wie 2009; es seien aber Abweichungen von bis zu 15 Prozent möglich, so dass es auch 70 Flugzeuge weniger sein könnten.

Die Analysten der Société Générale rechnen mit 450 Auslieferungen 2009 und nur 350 im nächsten Jahr. Airbus überprüft die Produktionspläne angesichts der kritischen Marktentwicklung jede Woche. Viele Airbus-Kunden haben in der Krise Schwierigkeiten, bei den Banken das nötige Geld für die Abnahme neuer Flugzeuge zu bekommen.

Frankreich hat fünf Milliarden Euro für Kreditfinanzierung bereitgestellt und Deutschland und Großbritannien aufgefordert, dasselbe zu tun. Berlin und London zögern aber. Der französische Branchenverband GIFAS schätzt den Finanzierungsbedarf der Kunden auf 25 Milliarden Dollar.