Die mehrheitlich staatliche Fluggesellschaft Mosambiks, LAM, hat ihren ersten Embraer 190 übernommen. Der neue E-Jet wird zusammen mit einer zweiten Maschine die Boeing 737-200 auf Inlands- und Regionalrouten ersetzen.
LAM Linhas Aéreas de Mozambique hat bereits am 31. Juli ihren ersten von zwei bestellten Embraer 190 am Produktionsstandort Sao José dos Campos in Empfang genommen, meldete der brasilianische Flugzeugbauer. Ein entsprechender Kaufvertrag war im Oktober 2008 geschlossen worden und beinhaltet neben den zwei Festbestellungen auch Optionen über zwei weitere Jets dieses Typs.
Die Embraer 190 besitzt bei LAM eine Zwei-Klassen-Konfiguration mit neun Sitzen in der Business- und 84 Sitzplätzen in der Economy Class. Die neuen E-Jets werden in der Hauptstadt Maputo stationiert und lösen ältere Muster hauptsächlich auf den Inlandsrouten nach Nampula und Pemba ab.
Zusätzlich werden sie aber auch im internationalen Liniendienst unter anderem nach Luanda, Dar-es-Salaam, Nairobi und Johannesburg eingesetzt werden. Addis Abeba und Kapstadt sollen in naher Zukunft folgen.
LAM entschied sich zusätzlich für einen Embraer-Wartungs- und Supportvertrag. Dieses gewährleistet unter anderem die schnelle Versorgung mit Ersatzteilen.
Über LAM
Die mosambikanische LAM entstand 1936 unter portugiesischer Kolonialverwaltung als Tochterunternehmen der Ports and Railways Services of Mozambique und firmierte zunächst als DETA (Direccao de Exploracao dos Transportes Aéreos). Schrittweise erlangte das Unternehmen administrative und finanzielle Autonomie. Nach der Unabhängigkeit 1974 erfolgte eine Reorganisation. Im November 1980 wurde DETA per Dekret in LAM umbenannt.
Heute firmiert LAM als Limited Company. Der Staat kontrolliert 91 Prozent der Anteile, während der Rest in Händen der Belegschaft ist. Die Flotte besteht derzeit aus vier Boeing 737-200 und zwei Bombardier DHC-8Q-400. Das Streckennetz umfasst im Wesentlichen Inlands- und Nachbarschaftsverkehre. Langstrecken nach Europa mussten aus Kostengründen aufgegeben werden.






