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29.04.2009 Lufthansa dringt auf mehr Beteiligungschancen in den USA

Die Deutsche Lufthansa dringt in den USA auf weitreichendere Beteiligungs- möglichkeiten an amerikanischen Fluggesellschaften. Die geltenden Grenzen für eine Beteiligung seien nicht verständlich, sagt Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber am Montagabend in New York. Mayrhuber trifft an diesem Dienstag in Washington hochrangige Vertreter der US-Regierung.
Bei den Gesprächen soll es auch um einheitliche Sicherheitskontrollen und Umweltfragen gehen. "Ich erwarte jetzt nicht gleich konkrete Ergebnisse", betonte Mayrhuber. Es gehe zunächst um einen Austausch von Ideen und Meinungen.

Die Lufthansa ist mit knapp 20 Prozent am gehobenen amerikanischen Billigflieger JetBlue beteiligt. Eine Aufstockung sei mittelfristig durchaus eine Perspektive, bekräftigte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. "Momentan haben wir das aber nicht vor." Ausländische Investoren dürfen in den USA maximal 24,9 Prozent der Stimmrechte einer Fluggesellschaft besitzen. Ohne zusätzliche Stimmrechte können sie bis zu 49,9 Prozent erwerben.

Lufthansa erwartet Bestätigung der Nordamerika-Allianz

Der deutsche Branchenprimus rechnet unterdessen fest mit einer Genehmigung der EU für seine neue Nordamerika-Allianz. Die EU-Kartellbehörden prüfen derzeit das Bündnis mit nordamerikanischen Anbietern unter dem Namen Atlantic "Plus Plus". Eine Entscheidung gegen die Zusammenarbeit wäre nicht im Sinne des Verbrauchers, so Walther.

Die Lufthansa will mit den US-Gesellschaften Continental und United sowie mit Air Canada ein enges Joint-Venture auf der Nordatlantikroute starten. Die EU-Prüfung verzögere den Start nicht, betonte der Amerika-Chef der Lufthansa, Jens Bischof. Die US-Behörden gaben bereits vorläufig grünes Licht.